Lehrende

Prof. Christoph Kuhn
M.Sc. Florian Böttcher
N.N.

Zeit und Ort

Anmeldung: bis 22.02.2024 17:00-18:00 Uhr FG ENB

1. Treffen Donnerstag 18.04.2024 17:00-18:00 Uhr FG ENB

Abgabe: 24.10.2024

Voraussetzungen/Zielgruppe

Bachelor- und Masterstudierende

keine Segelerfahrung nötig

Keine Einwahl über den Seminarbasar !!!

Suffizienz als zentrales Prinzip nachhaltiger Planung

Suffizienz stellt eine Strategie zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs dar, indem die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen begrenzt wird. Wir vertreten die Auffassung, dass Suffizienz zu den zentralen Strategien zur Verringerung der CO₂-Emissionen in der Bauindustrie zählt. Im weiteren Sinne kann sie als eine Reduktion des gebauten Raums verstanden werden. Sie impliziert ein rationales und in bestimmten Fällen freiwilliges Maß an Selbstbegrenzung.

Doch wem fällt es leicht, rational zu handeln? Wer ist bereit, sich freiwillig einzuschränken, wenn solche Einschränkungen als Verzicht wahrgenommen werden? Unsere Handlungsweisen sind geprägt von einer wachstumsorientierten Gesellschaft, in der eine Vergrößerung von Raum häufig positiv bewertet und mit höherem sozialen Status assoziiert wird.

Die Flottille segelte unter einer gemeinsamen Flagge, die den kollaborativen Geist der Exkursion symbolisierte. Fotografie: Moritz Baur

„Der Status quo“ – Analyse der eigenen Wohnsituation und Bewertung der Nutzungsintensität

Die Integration des Suffizienzgedankens in die architektonische Lehre stellt eine besondere Herausforderung dar. Wie lässt sich vermitteln, möglichst wenig zu bauen, während zugleich das Entwerfen und Konstruieren gelehrt werden soll?

Ziel des Seminars, das am Fachgebiet Entwerfen und Nachhaltiges Bauen (ENB) der Technischen Universität Darmstadt durchgeführt wurde, war die Reflexion zentraler Fragestellungen: Welche räumlichen Konfigurationen werden als Verzicht wahrgenommen, und welche Formen von „Komfort“ gelten als unverzichtbar? Welche etablierten Planungspraktiken lassen sich kritisch hinterfragen?

Ursprünglich geplante Route (grau) und tatsächlich gesegelte Route (rot) in der südlichen Adria.

Dem Prinzip „Probieren geht über Studieren“ folgend, wurde die theoretische Auseinandersetzung durch eine praktische Exkursion ergänzt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, im Rahmen eines einwöchigen Segeltörns unmittelbar zu erfahren, was es bedeutet, auf engem Raum und mit minimaler Privatsphäre zu leben. Der begrenzte und zugleich ständig in Bewegung befindliche Raum einer Segelyacht bot hierfür ein ideales Setting im Sinne eines Reallabors.

Das Team des Fachgebiets ENB war im September/Oktober 2024 mit einer Gruppe von 20 Studierenden auf drei Segelyachten unterwegs.

Grafische Dokumentation der Yachten als Vorbereitung für die anschließende Raumanalyse, erstellt von den Teilnehmenden im Rahmen des Living Labs.

Gruppenfoto aller Teilnehmenden vor Ort beim „Dječije lječilište Krvavica“.

Stadtrundgang durch „Split III“ mit Višnja Kukoč.

Stadtrundgang durch „Split III“ mit Višnja Kukoč.

Auf der Überfahrt nach Vis

Vor Anker auf Lastovo

Projektbesichtigung auf Lastovo mit Jurek Brüggen https://undjb.eu

Projektbesichtigung, Ruine des Children’s Maritime Resort von Rikard Marasović, in Krvavica