Masterthesis
Sommersemester 2023

Neue Frankfurter Schule – Weiterbau der Holzhausenschule

Die Holzhausenschule liegt im Stadtteil Westend-Nord. Das 1928/29 von Martin Elsaesser geplante Gebäude gilt als ein Vertreter des „Neuen Frankfurt“ und steht seit 10 Jahren leer. Ein Wettbewerb brachte Lösungsansätze hervor, doch stellten sich diese als schwer realisierbar heraus.

Zielkonflikte gibt es nicht zuletzt zwischen gestiegenem Raumbedarf und Denkmal- Schutz-Anliegen. Ein Abriss ist auch im Sinne der Nachhaltigkeit kein Thema, ein größerer Eingriff in das Gebäudeensemble ist für das Denkmalamt noch undenkbar.

Die Situation scheint vertrackt. Städtebaulich steht die Schule heute isoliert auf einer Insel, abgeschnitten von Hauptverkehrsstraßen, eingeengt von neu errichteten Wohnbauprojekten mit bis zu sieben Geschossen, die auch die Wegeverbindung innerhalb der „Quartiersinsel“ abschneiden.

Wir sind auf der Suche nach neuen Lösungen und wollen einen Befreiungsschlag wagen, um der festgefahrenen Debatte neuen Schwung zu geben.

Dabei stellen sich mehrere zentrale Fragen:

Können wir es uns noch leisten Bestandsgebäude ungenutzt zu lassen, bei gleichzeitigem Platzmangel in Frankfurts Schulen? Wie sieht ein zeitgemäßer Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude aus? Wie kann man dem Erbe Martin Elsaessers gerecht werden, ohne sich zu stark einschränken zu lassen? Welches räumliche Potenzial steckt im Rastersystem des Bestandsgebäudes? Ermöglicht dieses Raster auch zeitgemäße, flexible räumlich-pädagogische Konzepte und wie sehen diese aus? Wie kann die städtebauliche Situation und die Anbindung der Stadt verbessert werden, um dem Anspruch einer inklusiven Schule gerecht zu werden? Welche Nutzungen lassen sich überlagern und von mehreren Akteuren nutzen, um die Suffizienz der Planung zu steigern? Wie viel Raum pro Schüler und wie viel Denkmalschutz können und wollen wir uns als Gesellschaft leisten? Im Versuch eine Lösung zu finden, gilt es, diese Themenkomplexe und teilweise gegenläufigen Anforderungen sorgsam abzuwägen.

Jannik Theodor Busch

Clara Wolf

Franziska Popp

Lisa Böttiger

Sophia Linn