WiSe 13 - Kunstdepot

KUNSTDEPOT

Zentraldepot für Kunst mit Ausstellungslager in der Speicherstadt in Münster, Westfalen

Thema

Ein Haus für das Lagern, Bewahren und Erinnern

Der Kunstmarkt boomt, viele Museen und Ausstellungsbauten sind in den letzten Jahren neu gebaut oder erweitert worden. Das Interesse ist hoch, die Besucherzahlen steigen, die Sammlungen und Bestände wachsen stetig weiter. Mit dieser Entwicklung rückt neben der Ausstellung der Kunst jetzt die Aufbewahrung der Objekte, die nicht permanent ausgestellt werden können, mehr und mehr ins Blickfeld. Es fehlen die Räume für das angemessene Lagern und das Bewahren, also das Erhalten, Konservieren und Restaurieren der Kunstgegenstände, um langfristig ihre Ausstellungsfähigkeit sicherzustellen. Diese Aufgaben übernimmt das Kunstdepot. Ein Kunstdepot ist ein Haus für hochsensible „Bewohner“, ein Schutzraum und Schatzkästchen. Gleichzeitig ist es ein streng funktionaler Hochsicherheitstrakt. Und da es mit geringer Prestigewirkung nur im Hintergrund der Kunst dient, muss es in seiner Erstellung, Nutzung und in umfassender Weise auch im Energie- und Ressourcenverbrauch besonders effizient sein. Neben dem Lagerraum für die wertvollen Objekte bildet das Gebäude selbst gleichsam die Lagerung der zu seiner Erstellung notwendigen Materialien. In der architektonischen Konzeption ist dies im besondern Maße zu berücksichtigen. Das Kunstdepot speichert die Ergebnisse des künstlerischen Wirkens unserer Gesellschaft. Es sorgt für seine nachhaltige Verfügbarkeit und Präsenz in unserem kulturellen Gedächtnis. Nachhaltigkeit verbindet Zukunft und Vergangenheit. Das Kunstdepot ist ein Ort, an dem sich diese Beziehung architektonisch manifestieren muss.

  • Yong Un Choe
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  • Timo Hornemann-Scheider
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  • Gergana Bracheva
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  • Jasmin Enan
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  • Lillith Kreiss
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